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Sieben RaRo machten sich auf, um mit insgesamt 70 Pfadis der Gruppe Feldkirch gemeinsam ein Gruppensommerlager der Extraklasse zu erleben. Mit einem Doppeldeckerbus fuhren wir gemeinsam Richtung Salzburg wo wir inmitten des schönen Seenlandes auf dem internationalen Pfadfinderlagerplatz Zellhof unsere Zelte aufschlugen. Zeitgleich mit uns verbrachten noch ca. 15 Gruppen bzw. 500 Pfadis das Sommerlager auf dem Zellhof. Dies brachte natürlich ordentlich Stimmung ins Lagergeschehen. Neben Deutschen, Dänen, Italienern und Franzosen lernten wir Iren, Tschechen und sogar Österreicher kennen.
Den Ankunftsabend verbrachten wir aber im nahegelegenen Mattsee, wo das berühmte Seenfest stattfand. Wir feierten mit den Volksmusikgruppen, bestaunten die Wasserschiakrobaten, verköstigten die Zuckerwatte und tanzten zuguterletzt in der Partyarea zu knallharten Ballermannbeats. Wir feierten bis uns die Kräfte verliesen. Nach einem anstrengenden Heimweg mit Flugzeugangriffen, Baumattacken und Hosenwechseln krochen wir in unsere Schlafsäcke.
Da der Lagerplatz über einen eigenen Badestrand am Grabensee verfügte, nützten wir den ersten Tag gleich um unsere leidgeplagten Körper in der strahlenden Sonne zu bräunen und im kühlen Wasser zu erfrischen. Ausserdem liesen wir es uns nicht nehmen das Lagertor für unseren Lagerplatz zu errichten. Am Abend machten wir uns mit den Sing- und Trinkgewohnheiten des Lagerplatzkiosks bzw. der anschliessenden Aftershowparty im Lagerteamräumle bekannt. Schnell hatten wir zahlreiche Bekanntschaften geschlossen.
Am zweiten Tag ging's dann so richtig mit dem Programm los. Wir schnappten uns das Büsle und fuhren in die Mozartstadt Salzburg. Dort genehmigten wir uns erst einmal einen Kaffee in einer Bäckerei. Da wir so nette und wohlerzogene Pfadfinder waren beschenkte uns die Bäckerin noch mit leckerem Gebäck. Dann ging's auf ins Haus der Natur. Der bekamen wir Dinosaurier, Fische (inkl. Nemo), Reptilien, optische Täuschungen, Mondraketen und zahlreiche andere Attraktionen zu sehen. Danach gönnten wir uns noch eine Erfrischung bevor es wieder zurückging zum Lagerplatz.
Nach soviel Kultur gings dann am Dienstag sportlicher zu. Wir besuchten den Hochseilpark Seeham. Gesichert durch einen Klettersitzgurt beklammen wir die Bäume und meisterten sämtliche Prüfungen. Egal ob rutschen, handeln, ziehen oder balancieren liesen wir uns durch nichts erschrecken. Sogar eine Fahrradtour in luftiger Höhe genossen wir. Am Abend waren wir dann eingeladen zu einem gemütlichen Umtrunk in der Jurte, wo wir auf erlebten Stationen anstiessen.
Der dritte Tag brachte wieder Kultur ins Lagergeschehen. Nachdem wir die Lagerteilnehmer mit einem sportlichen Morgengruss aus dem Schlaf holten starteten wir nach Obertrum. Wir erweiterten unser Lunchpacket im ansässigen Sparmarkt und schlugen uns erstmals den Magen so richtig voll. Nach ein paar Verdauungsseifenblasen und einem spontanen Einkaufswagenrennen spazierten wir weiter zu einem kleinen Cafe, wo wir uns noch eine Erfrischung gönnten. Danach ging's auf zur Brauerei Trumer, wo wir eine Führung durch die weltbekannte Brauerei mitmachen durften. Nachdem wir alles wissenswerte übers Zubereiten von köstlichen Biersorten erfahren hatten, durften wir das edle Getränk noch im hauseigenen Bierstüberl verkosten. Danach fuhren wir wieder zurück zum Lagerplatz, da wir uns zum Volleyballturnier aller Gruppen angemeldet haben. Taktisch brilliant und voller Eleganz und spielerischer Leichtigkeit spielten wir dieses Turnier und brachten die Kontrahenten zum staunen. Einzig im Finale mussten wir unserem Übermut Tribut zollen und gingen als zweite vom Platz. Trotzallemdem eine famose Leistung, die die tschechische Gruppe dermassen verblüffte, dass sie uns zum Abendessen einlud.
Am vierten Tag fand der Leitertausch statt. Die Raros hatten einige knifflige Aufgaben vorbereitet und wollten so herausfinden, ob die Neuankömmlinge sich als RaRo-Begleiter eignen würden. Eva und Alex mussten so einige Torturen über sich ergehen lassen, die RaRos verwöhnen und sich für sie zum Gespött machen. Alles in allem meisterten sie aber alle Aufgaben mit bravour und wurden am Abschlusslagerfeuer noch mit einer Urkunde belohnt. Am Abend fand der Tag der offenen Töpfe statt. Alle Gruppen boten typische Speisen aus ihrer Heimat an und jedes hungrige Maul kam auf seine Kosten.
Der fünfte Tag war der Actionday. Die Stufen wurden bunt durchmixt und auf einen Postenlauf rund um den Grabensee geschickt. Die RaRos beweisten sich als fähige Kinderleiter und führten die Runden gekonnt durch den Parcur. Am Abend war dann die Versprechensfeier angesagt. Nach anfänglichem Stress aufgrund einer spontanen Gewitterwarnung konnten wir eine schöne und würdige Versprechensfeier unter einem schützenden Lindenbaum abhalten.
Am Samstag ging's dann müde und erschöpft zurück nach Vorarlberg. Es war ein aufregendes, lustiges und gleichermassen spannendes und wie entspannendes Lager.
