Sonntag, 21. Juni 2009

Sonnwendfeuer auf der Gurtisspitze


8 furchtlose RaRos trafen sich beim Pfadiheim um den steilen Anstieg zur Gurtisspitze in Angriff zu nehmen. Da sich Luki etwas verspätete, hatten wir noch Zeit uns ein Motivationsbier zu gönnen. Die Biere waren leider etwas zu kühl gelagert, sodass wir sie wie ein Callipo lutschen mussten. Nachdem wir vollständig waren düsten wir in windeseile nach Gurtis rauf. Wir mussten ja die verlorene Zeit wiedergutmachen. Dort wurde noch das Brennholz für das Sonnwendfeuer verteilt und dann gings im Schweinstrott los, rauf in Richtung Sattelalpe. Der abwechslungsreiche Weg führte uns durch tiefe Wälder, steile Wiesen und an tiefen Schluchten vorbei. Nach einer guten Stunde trafen wir bei der Sattelalpe ein. Dort machten wir eine kurze Pause und gönnten uns eine Stärkung. Wir konnten leider nicht lange in der urigen Hütte verweilen, da die Nacht langsam einbrach und wir ja noch einen Gipfelsieg erringen wollten.

Der Anstieg zum Spitzwies erwies sich als grosse Herausforderung. Nur durch gegenseitige Unterstützung, Motivation und dank guter Taschenlampen gelang es uns den Grat zu erreichen. Dort zeigten sich dann die ersten klaren Erschöpfungszeichen. Das Röcheln nach Atem und die gesenkten Häupter zeigten, dass jeder seine Grenzen kennenlernen durfte. Danach ging es einen felsigen Pfad zum Gipfel hoch. Der starke Nebel und die dunkle Nacht sorgten für ein schauriges Ambiente.

Als dann das Gipfelkreuz endlich zwischen den Nebelwänden hervortrat leuchteten unsere Gesichter auf. Wir gratulierten uns freudig zum errungenen Sieg und trugen unsere Leistung ins Gipfelbuch ein. Dannach machten wir uns gleich daran die verbliebenen Reste des Sonnwendfeuers, welches unsere Vorgänger hinterlassen hatten, wieder zu entfachen. Auf dem Gipfel herrschten nämlich eisige Temperaturen. Da wir aber allesamt eifrige GuSp waren, gelang es uns in kürzester Zeit die wenigen Glutresten zu einem loderndes Höllenfeuer zu wandeln. Dannach wurde einmal ordentlich Gefuttert. Nebeb Landjäger und Semmile wurden Köstlichkeiten, wie Pfirsiche, Zimtschnecken, Muffins und natürlich ein kühles Bier serviert.

Nach einer Stunde Siegesfeier machten wir uns dann wieder auf den Weg talabwärts. Wir kämpften uns diesmal den steilen Waldpfad Richtung Bazora runter. Die Serpentinen waren durch den Regen sehr rutschig geworden, sodass wir mit äusserster Vorsicht gehen mussten. Krü war der erste, der leichtsinnig auf eine nasse Wurzel stand und auf dem Hosenboden landete. Dannach folgten einer nach dem anderen. Glücklicherweise ist ausser ein paar schmutzigen Hosen nichts passiert. Als wir dann nach einem zweistündigen Abwärtsmarsch morgens um halb zwei endlich unsere Autos erreichten waren wir komplett erschöpft, ausgelaugt und glücklich wie schon lang nicht mehr. Der Ausflug war ein sensationelles Erlebnis, an das wir uns noch gerne zurückerinnern werden. Vielen Dank an die Organisatoren.


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